Die Stadt Herford ist eine mittelgroße Stadt an der Mündung der Aa im Bundesland Nordrhein-Westfalen, die zwischen dem Teutoburger Wald, der berühmt für die Schlacht zwischen Germanen und Römern ist, und dem Wiehengebirge liegt. Herford hat weit über 60000 Einwohner und umfasst eine Fläche von knapp 80 Quadratkilometern.

Gegen Ende des 8. Jahrhunderts wurde die Stadt gegründet, die im schönen Ravensberger Hügelland gelegen ist. Günstig gelegen avancierte Herford zu einer wichtigen Stadt, deren Status über das gesamt Mittelalter bedeutend blieb. Als sehr gut befestigte Handelsstadt mit fünf Stadttoren und 14 Wehrtürmen gehörte Herford auch der Hanse an, einem Städtebund im Mittelalter.

Als besonders wichtig gestaltete sich zu dieser Zeit der Handel und die Produktion von Tuchen in der Stadt.

Wie auch andere Städte wurde Herford im Mittelalter häufiger von Bränden heimgesucht, was zu einer Zerstörung von Gebäuden führte.

Mitte des 19. Jahrhundertes erreichte die ganz Deutschland voranbringende Industrialisierung auch Herford und so erhielt die Stadt auch einen Eisenbahnanschluss.

Im Zweiten Weltkrieg hatte die Stadt das Glück, nur wenige Zerstörungen durch Bombenangriffe zu erleiden. Der überwiegende Teil der Gebäude wurde dem Erdboden gleich gemacht, das meiste blieb erhalten. Doch fielen hiervon etliche Anteile der späteren Stadtplanung, die eine einfachere Struktur bevorzugte, zum Opfer. Die ist auch für Sachverständige in ihren Wertermittlungen, Immobilienbewertungen und Gutachten von Interesse.

In Herford fanden sich schon immer zahlreiche Stifte und Klöster, dazu gehörten unter anderem die Franziskaner und auch die Augustiner.

Auch der Johanniterorden war in dieser Stadt vertreten, die sich dann in Malteserritter umbenannten.

Herford war auch in damaligen Zeiten ein beliebter Sammelpunkt für die Jakobspilger, die dem Jakobsweg folgten, ein Brauch, der bisweilen auch heute noch Anhänger findet.

Kurz nach Beginn der Reformation erhielt diese auch Einzug in die Stadt. Fortan wurden nicht nur das Evangelium gepredigt sondern auch deutsche Kirchenlieder gesungen.

Schaut man sich die Bevölkerungszahlen Herfords an, so wird klar, dass auch hier wie anderswo in Deutschland die Anzahl der Menschen bis zur Industrialisierung zunächst nur wenige hundert bis tausend umfasste, die immer wieder durch Seuchen oder Kriege und Hungersnöte (wetterbedingt oder auch durch Kriege) dezimiert wurden. Ab der Industrialisierung wuchs dann die Bevölkerung sehr rasch in die zehntausende, einhergehend mit dem Wachstum der Wirtschaftslage.

Herford pflegt heutzutage viele Städtepartnerschaften im In- und Ausland.

Was nicht nur für Sachverständigenbüros interessant ist, ist die Tatsache, dass Herford in Sachen Kultur einiges anzubieten hat. Theater und Kinos sorgen für die kulturellen Highlights, die Bürger und Bürgerinnen als Freizeitangebote gern wahrnehmen.

Als herausragendes Museum ist das „MARTa Herford“ zu nennen, das zeitgenössische Kunst unseres Jahrhunderts besonders im Bereich der Möbelbranche zeigt.

Architektonisch sehr schöne Bauten sind in Herford unter anderem die vielen Kirchen. Als Beispiel ist da die spätromanische Münsterkirche anzumerken. Doch sehenswert sind auch die Jakobikirche im gotischen Baustil sowie die Pfarrkirche „St. Johannes Baptist“ aus dem Barock. Noch gut erhalten sind ebenfalls einige schöne Fachwerkhäuser in der Stadt.

Die Stadt Herford wird von drei Flüssen durchzogen, die dafür gesorgt haben, dass sich viele hübsche Brückenbauten in der Stadt finden lassen.

Für die Naherholung bietet Herford einige schöne Parks, in denen der gestresste Bürger seine Seele baumeln lassen kann.